Das kleine Einfamilienhäuschen aus den 1930er Jahren war zu großen
Teilen noch im
Originalzustand. Für die neuen Besitzer, eine vierköpfige
Familie mit zwei kleinen Kindern,
sollte eine zeitgemäße Wohnform in
respektvollem Umgang mit der liebenswerten Bausubstanz ermöglicht
werden.
Bei der Erneuerung der Fenster (mit Sprossenteilung), dem Einsatz von
Fensterläden im EG
und der Holzschalung im Obergeschoss wurde auf
die Bewahrung der Identität des Hauses geachtet.
Eingriffe zur Öffnung des Wohnraums und Vergrößerung der Obergeschossräume wurden
genutzt
um eine Flächenheizung (im EG Fußboden, im OG Wand- und
Dachschrägenheizung) umzusetzen.
Diese Art der Wärmeverteilung
zusammen mit einem sehr guten Dämmniveau der Gebäudehülle
machten die favorisierte Wärmepumpe (Sole/Wasser) plausibel und
ökologisch vertretbar.
Durch die Verbreiterung des Hauses im OG wurde
die nahezu exakt nach Süden ausgerichtete
Dachfläche vergrößert und
als 'Komplett-Solardach' durchgeplant. Das Ergebnis ist eine lückenlose
und optisch einwandfreie Einteilung der Fläche mit photovoltaischen
Modulen (~8,1 kWp)
und zwei Dachflächenfenstern.
Der errechnete Endenergiebedarf des Gebäudes liegt bei ca. 3.700
kWh/a. Der Ertrag der
PV-Anlage ist mit 7.000 bis 8.000 kWh/a
prognostiziert. Damit ist durch die umfassende Sanierung
ein Plus-Energiehaus entstanden.
Gefördert wird die integrale Sanierung durch die KfW mit dem Programm
Energieeffizient Sanieren
'Effizienzhaus 85'. Dabei ist der maßgebliche
Wert die Qualität der Gebäudehülle
die im Bestand kaum sinnvoll weiter
zu verbessern ist.
Weitere Projekte finden Sie unter dem Stichpunkt 'E n e r g i e beratung'
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